Geschichte der Filmstelle
Die Filmstelle wurde 1924 als Kommission der ETH in Zürich gegründet. In den Anfängen wurden hauptsächlich wissenschaftliche Filme archiviert und präsentiert, aber allmählich entwickelte sich die Filmstelle zum Unterhaltungskino, dessen Hauptziel in der Vorführung aussergewöhnlicher Filme aller Genres liegt.
- 1924: Gründung unter dem Namen „Kinokommission ETH“ *
- 1920er: Die ursprüngliche Idee liegt in der Präsentation dokumentarischer Filme als Teil der universitären Ausbildung (ursprüngliches Fach: Biologie); die Vorführungen werden von Professoren mit Kommentaren begleitet.
- 1932: Ein Bericht aus dem Wintersemester des VSETH erwähnt die Filmstelle erstmals, sie zeige Filme „künstlerischer Natur“. Die Filme werden normalerweise nicht an der ETH, sondern in Kinos der Stadt Zürich vorgeführt. Prominente Gastreferenten wie der Filmhistoriker André Robert und Dadaist/Filmemacher Hans Richter erweisen der Kommission dabei die Ehre.
- 1940: Es wird debattiert, ob auch „Unterhaltungsfilme“ für die allgemeine Bevölkerung gezeigt werden sollen.
- 1948: Präsentation der ersten Spielfilme (darunter Orson Welles‘ Citizen Kane).
- 1949-50er: Anfrage für Mitgliedschaft im Schweizerischen Kino-Verband (SKV), um die Ausleihe von Filmkopien zu erleichtern.
- 1954: Der SKV erlaubt der Filmstelle die Ausleihe von 3-6 Spiel- und 2 Dokumentarfilmen pro Jahr, verweigert aber die Mitgliedschaft.
- 1957: Der SKV erlaubt der Filmstelle die Ausleihe von 12 Filmen pro Jahr, die Mitgliedschaft wird gewährt.
- 1960er: Filmwissenschaft wird in Europa als offizielles Studienfach eingeführt.
- 1970: Die Filmstelle wird zur Kommission des Verbandes für Studierende der ETH (VSETH).
- Anfang 1970er: Erste Veröffentlichungen von Filmkritiken für die jeweiligen Semesterprogramme.
- Wintersemester 1976/77: Die Filmstelle übernimmt die Verantwortung für die Installationen von Projektoren (16 mm und 35 mm) in Vorlesungssälen der ETH und wird dadurch unabhängig von Dozenten.
- 1976/77: Die Filmkritiken der Semesterprogramme werden nun in einem Büchlein (Programmheft) publiziert.
- 1970er/1980er: Trend zu provokativen Semesterprogrammen mit eindeutig nicht-akademischen Themen (z.B. „Liebe der Nacht – Homosexuelle im Film“).
- Späte 1990er: Externes Sponsoring ermöglicht die Produktion spezieller Events (z.B. Kino im Lichthof, Open Airs im Irchelpark).
- Winter 2002/03: Umzug aus dem Hauptgebäude der ETH in eine kinofreundlichere Umgebung: das offizielle Studentenzentrum StuZ an der Leonardstrasse.
- 2005: Umzug an die aktuelle Lage im StuZ2 an der Universitätsstrasse 6.
- 2007: Reduktion des Eintrittspreises auf die aktuellen 5.- CHF.



