Gangsters around the World
Nicht nur zu Zeiten der Wirtschaftskrise sind Gangsterfilme hoch im Kurs.
Zwar geht es meist um Geld, viel Geld, doch im Mittelpunkt stehen Gauner und Ganoven mit Charme und Kanonen. Diese träumen nicht nur vom grossen Geld, sondern helfen ihrem Glück auch ein bisschen nach.
Mit The Sting (das Planen und Durchführen eines Raubüberfalls), Scarface (dem Aufstieg und Fall eines Mafia-Bosses) und Bonnie and Clyde (Outlaws unterwegs) lassen sich drei für den Gangsterfilm typische Stories ausmachen. An elf Abenden folgen wir den Gangstern, Gaunern und Ganoven rund um den Globus. Die ausgewählten Filme können zwischen den drei Eckpfeilern der typischen Gangster-Geschichten situiert werden. Es sind neuere Independent-Produktionen, die eine originelle Herangehensweise an das Thema Gangster gewählt haben und zudem geographisch und zeitlich stark von Land und Leuten geprägt sind.
Miller's Crossing von den Coen Brothers spielt an der amerikanischen Ostküste zu Zeiten der Prohibition. Im Roadmovie True Romance ist ein Pärchen mit seinem zufälligem Diebesgut auf der Flucht nach L.A. In Patagonien wird im Film El Aura das perfekte Verbrechen geplant und in Mexico City wird in Nicotina nicht nur geraucht, sondern auch nach Diamanten gesucht. In Old Men in New Cars, dem Sequel zu In China essen sie Hunde, brechen dänische Gangster unter anderem spektakulär aus einem schwedischen Gefängnis aus. Der realitätsnahe Spielfilm Gomorra zeigt die Auswirkungen des Regierens eines Clans in Neapel und der Dokumentarfilm A very british Gangster gewährt Einblick in eine Verbrecherorganisation Englands. Tsotsi ist die Geschichte eines jungen Delinquenten aus dem Ghetto von Johannesburg. In Infernal Affairs aus Hongkong wird undercover gegen einen Triaden-Führer ermittelt. Die chinesische Actionkomödie Kung Fu Hustle parodiert Gangster, Gangs und ihr Genre aufs trefflichste. Abschliessend zeigen wir aus Down Under Two Hands, einen schrägen Gangsterfilm mit Heath Ledger.
Einem unbescholtenen Eintauchen in die Unterwelt steht dieses Semester nichts im Weg.
Mirjam Schocher
Programmationsleitung




