The Karate Kid
Regie : Harald Zwart
Drehbuch : Christopher Murphey, Robert Mark Kamen
Darsteller: Jaden Smith, Jackie Chan, Taraji P. Henson
Produktion: Columbia Pictures
Filminfo: USA 2010, 140 min
Kinostart (Deutschschweiz): 22. Juli 2010
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Karate Kid die 5te |
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Dre (Jaden Smith) ist 12 Jahre alt und muss wegen der beruflichen Versetzung seiner Mutter nach Peking ziehen. Dort lernt Dre die junge Geigenspielerin Meiying kennen und verliebt sich in sie. Doch leider ist er nicht der einzige, der Interesse an dem Mädchen hat. Der rebellische Cheng nutzt jede Gelegenheit, um Dre eins auszuwischen und ihm mit seiner Kung Fu- Kunst, oft sehr brutal, zu demütigen. Doch schliesslich kommt ihm der Abwart Mr. Han (Jackie Chan) zur Hilfe und zwischen den Beiden entwickelt sich allmählich eine Freundschaft. Durch den bösartigen Kung Fu- Lehrer von Cheng kommt es allerdings zum Konflikt und Dre soll bei einem Wettkampf gegen seinen Schützling antreten. Die Neuauflage des Klassikers „Karate Kid“ aus den 1980ern ist sehr nah an der ursprünglichen Fassung. Die Handlungsstränge unterscheiden sich kaum. Was aber auffällt ist die neue Bild- und Farbästhetik, die die Entwicklungen des modernen, digitalen Kinos mit sich bringen: Spektakuläre Kamerafahrten und Einstellungen von gigantischen Bergen, der chinesischen Mauer und anderen farben- und formenreichen Szenen folgen besonders in der Mitte des Films aufeinander. Neben diesen bildstarken Elementen steht ausserdem die emotionale Verbindung von Dre und Mr. Han im Mittelpunkt, die durch das intensive Training eine Vater- Sohn- Beziehung aufbauen. Dennoch ist die charakterliche Tiefgründigkeit nur angeschnitten. Grad mal in zwei Szenen bekommt man intensivere Einblicke in das emotionale Innenleben der beiden Hauptfiguren, wird aber schnell wieder mit oberflächlichen Kampfszenen abgespart. Ähnlich werden auch, trotz der überdurchschnittlichen Länge des Films, kulturelle Differenzen Chinas und der USA nur flüchtig angedeutet. Im Gegensatz zu der recht einfachen Erzählstruktur, überzeugt Jaden Smith dennoch mit seinem Schauspiel. Sehr pur und emotional fungiert er in den einzelnen Szenen und macht seinem Vater alle Ehre. In einzelnen Momenten meint man Züge der Spielweise von Will Smith erkennen zu können. Auch Jackie Chan zeigt, dass er mehr kann als Kung Fu, wenn er Dre von seiner schweren Vergangenheit erzählt und ihm seine Seele offen legt. Alles in allem sind dennoch die Kampfszenen und die Beschäftigung mit der Kung Fu- Kunst an sich in „The Karate Kid“ dominierend. Eine unterhaltende und mittlerweile schon fünfte Verfilmung der Karate Kid- Thematik, die es sich wohl vor allem für Kung Fu- Fans anzuschauen lohnt. Jana Heberlein |





