Midnight in Paris

Woody Allen, Spanien/USA, 2011

Drehbuch: Woody Allen

Produktion: Letty Aronson, Stephen Tenenbaum, Jaume Roures

Kamera: Darius Khondji

Besetzung: Owen Wilson, Marion Cotillard, Rachel McAdams, Carla Bruni, Kathy Bates, Michael Sheen, Nina Arianda, Tom Hiddleston, Adrien Brody, Léa Seydoux

Dauer: 94 min

Kinostart: 18. August 2011

Back to the Roaring Twenties in Paris

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Der kultivierte und erfolgreiche Drehbuchautor Gil (Owen Wilson) reist mit seiner oberflächlichen, versnobbten Verlobten Inez (Rachel McAdams) und seinen Schwiegereltern in spe nach Paris. Gil ist von Paris und dessen Flair fasziniert. Dies ist für ihn der perfekte Ort, um sich für seinen Roman inspirieren zu lassen. Inez hingegen hat kein Verständnis für seine kreative Schwärmerei. Sie trifft sich lieber mit dem pedantischen Paul (Michael Sheen) und dessen Frau (Nina Arianda), ohne sich dem Charme der Stadt der Liebe hinzugeben. Eines Abends spaziert Gil alleine durch Paris. Exakt um Mitternacht wird er von einem Oldtimer aufgegabelt und macht eine Zeitreise in die Roaring 20ies. Dort trifft er auf zeitgenössische Genies wie Hemingway, Fitzgerald, Picasso oder Dalí. Er ist genau in der Epoche gelandet, in der er am liebsten gelebt hätte. Im Folgenden lebt er tagsüber gelangweilt in der Gegenwart und nachts blüht er in den 20er Jahren auf, wo er sich von allen verstanden fühlt. Er verliebt sich in Adriana (Marion Cotillard), Picassos Geliebte. Sie verfällt Gil ebenfalls, allerdings würde sie lieber in der Belle Epoque des 19. Jahrhunderts leben...

Woody Allens 42. Regiearbeit bietet eine charmante Hommage an die Liebesstadt an der Seine und dessen Künstlerszene. Owen Wilsons leichtfüssige Schauspielart paart sich bestens mit Allens Hang zum Kitsch – zahlreiche Postkartenmotive werden eingefangen – und seinem Drang zur Nostalgie: berühmte Persönlichkeiten reichen sich die Klinke. Auf eine subtile Art regt Allen uns zum Nachdenken über die heutige Zeit an. Ist das Verlangen, in einer anderen Zeit zu leben, Anzeichen unserer innerer Unruhe oder eher die Flucht nach vorne?

Cristina Giudicetti